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Flach, Flach, Flach
– aber Maintenance required -
Entlang der
Interstate 80 und 90 von Amherst in Ohio über Illinois, Iowa, South Dakota bis Sheridan in Wyoming war die Welt
flach - drei Tage lang. Die Gegend ist
geprägt von großen landwirtschaftlichen Flächen, wird als die Zentrale Tiefebene
bezeichnet und gehört zum sog. Mittleren
Westen während der Landstrich ab Sioux
Falls in South Dakota bis Sheridan auch den Great Plains zugerechnet wird. Die
erste Tagesetappe nach Davenport/Iowa sollte in sicherem Anstand an Chicago
vorbei führen. Aber plötzlich wurde umgeleitet und umgeleitet und eine Suche
wie weiter begann. Diese Schlenker wurden „belohnt“ mit der Durchfahrt von zwei
Straßenzügen mit aufgegebenen Geschäften und Werkstätten. Solche Bilder können
Wahlen beeinflussen. Schnell Augen zu, bzw. ganz auf, um zurück zur I-80 zu
gelangen, um Davenport in Illinois am späten Sonntag Nachmitttag (28.Aug.) im
leichten Nieselregen zu erreichen. Dort gab es im Motel6 nahen „Thunder Bay
Grille Davenport“ ein tolles medium-rare Steak;
danach das Bett und sonst nichts.
Die nächste Etappe
nach Sioux Falls begann so früh, daß die 450 Miles (725 km) Strecke bereits um
14:00 Uhr geschafft war. Dazu musste von der südlichen I-80 auf die rund 200 km
weiter nördliche Interstate 90 (I-90) gewechselt werden, immer durch flaches
grünes Land mit viel Mais und einigen Windfarmen. Damit
war ich das zweite Mal auf der längsten Straße der USA mit 3,081 Meilen (fast 5‘000 km) von Boston bis Seattle und in
dem westlichen Streckbereich, in dem häufig sogar 120 km/h, noch weiter westlich manches Mal auch bis 135
km/h (85 Miles/h) gefahren werden durfte. Das verschaffte Zeit für einen Besuch
der Innenstadt, genauer gesagt der Falls, den Wasserfällen. Die lagen in
Zentrum der 150.000 Einwohner großen Stadt, unterteilt mit dem Big Sioux River
und beiderseitig gepflegten Grünflächen. Die Mächtigkeit der Wasserfälle hielt
sich in Grenzen, aber Wasser ist immer schön. Ein „Downtown Sioux Falls Trolley“ stand für eine kleine Stadttour zur
Verfügung für gerade mal einen Dollar Tagesticket. Da spielte es keine große
Rolle, ob der Tour am späten Nachmittag die ganze angekündigte Strecke gefahren
ist, etwas hatte man von der geschäftsgeprägten, gepflegt-beschaulichen
Innenstadt gleichwohl gesehen.
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Da spielte es keine große
Rolle, ob der Tour am späten Nachmittag die ganze angekündigte Strecke gefahren
ist, etwas hatte man von der geschäftsgeprägten, gepflegt-beschaulichen
Innenstadt gleichwohl gesehen.
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Am folgenden Reisetag nach Sheridan begann die Geschichte „Mainenance
required“. Das bescherte vier Tage Stress, tauchte zwei Wochen später wieder
auf und ist heute noch nicht gänzlich abgeschlossen. Sie ist so voll mit Twist,
Zwängen und Schlenkern, dass nur ein paar Punkte angetippt werden können, um einige
Dutzend Seiten zu vermeiden.
Die Abfahrt von Sioux Falls ins 1‘000 km entfernte Sheridan begann um
fünf Uhr in der Früh, wo erstes Tageslicht nicht vor 7-Uhr zu erwarten war. Kaum
50 Miles nach Abfahrt wird die
Anzeigefläche für die Geschwindigkeit und Streckenreserve groß überblendet mit
zwei Ausrufungszeichen und zwei Worten in großer Schrift: „Maintenance required“
(Instandhaltungsarbeiten erforderlich).. Weder konnte ab sofort die
Fahrgeschwindigkeit noch die Treibstoffreserve abgelesen werde. WOW!
Sofort runter von der
I-90 bei „Gas-Stop, 1821 s. Burr St.; Mitchell, SD 57301“. Kundenservice des
Autoverleihers über Handy angerufen. „Es könnte Ölwechsel in nach weiteren
1‘7000 Meilen bedeuten“. „Woraus ergibt sich das?“. Weitere Gespräche waren
nötig, aber nichts Genaues wusste man dann auch noch nicht. Weitere Verwirrung
trat ein als der nichtfunktionierende Tempomat erwähnt wurde. Lässig verkündete
der Service, dann tauschen wir den Wagen in Bozeman/MT aus. Wegen verwickelter Vertragslage konnte ein
Wagenwechsel Probleme mit der Bereitstellung eines Navigators bedeuten. Als ich
mich vor Abfahrt nach Idoha Falls; entschlossen hatte, nur noch Ölwechsel
anzustreben, mit der Hoffnung dann wieder die freie Tachoanzeige zu bekommen,
sagte mir der Meister von „Walmart „Lub & Tyre“ in Bozeman um 07 Uhr in der
Früh, dass seine Saugpumpe nicht ginge, aber sein Geselle versuchen würde, die
Maintenance Anzeige auszublenden. Der
nette Mann versuchte es 15 Minuten lang, aber schaffte es nicht. Da machte ich mich auf zum
Autovermieteroffice am Flugplatz Bozeman ca 10 Meilen weiter westwärts. Eine
nette junge Dame am Tresen, Ms Lurin, ging mit mir zum Auto, setzte sich rein,
bediente einen unsichtbaren Nibble und weg war die Überblendung. Zu dieser
gekonnten Vorstellung bemerkte sie, dass das bei dem Autotyp häufiger vorkomme
und der Ölstand noch für 10‘000 Meilen reiche. Ms Lurin’s erlösende Einschätzung hielt sich
nur für 10 Tage bis zur Strecke: Beatty-Las Vegas-St. George . Nach Ölwechsel
in Hurricane/Utah war die Geschwindigkeits- und Reserveanzeige wieder verdeckt,
diesmal wurde der Verbrauch gemäß Fahrverhalten angezeigt, was nervte bis zur
Lösungsfindung in einer kleinen Werkstand fast zwei Tage später. Zurück in
Stroudsburg wurde noch ein zweiter Ölwechsel notwendig, der wie der erste vom
Vermieter zu erstatten war. Da bei Rückgabe nur ein Gutschein möglich war und ich
nur einen nicht übertragbaren mit Jahresfrist erhielt, ist die Maintenance-Geschichte noch bis
zur Einlösung oder bis Anfang Oktober 2017 auf dem Tisch.
Bleibt noch vom ersten Twist in der „Display/Anzeige-Saga“ zu erzählen,
ein mitverschuldetes Ereignis noch
etliche Meilen vor Sheridan. Bei Abfahrt in der Früh war der Tank voll, es
wurde nochmals nach getankt und gegen die Mittagszeit war klar das dies alsbald
erneut geschehen musste. Dann war da plötzlich eine endloslange Baustelle, bzw
die rechte westwärts gehende Straßenseite war komplett gesperrt. Da überblendet
plötzlich die Anzeige „„Maintenance required“, ein Hinweis: „Only 26 Miles
left“. Klar eine Tankstelle muss her. Aber in Amerikas Westen muss man sich
nicht wundern, wenn in so einer Lage ein Schild kommt: „Next Gasolin Station 46
Miles“. Doch welch ein Riesenglück. Von einem Pickup auf der gesperrten
Fahrbahn, zu dem ich hingefahren war, kam der notwendige Treibstoff, um die
Tagestour zügig gegen 16 Uhr zu beenden. .
5_Erste Bilanz
6_Big Horn Mt.
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