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In 6 Etappen 2200 Km gen Osten
Von Green River/Utah nach Stroudsburg/PA in sechs
Tagestouren war so arrangiert, dass einzelne Tagesabschnitte nicht zu lang und die
angesteuerten Orte für etwas mehr gut waren als nur Übernachtung. Heraus kamen
drei größere Städte, Colorado Spring, St. Louis und Pittsburgh, während Salinas
und Richmond wegen der Tagesvorgabe reserviert wurden. Das klappte ganz gut in
dem Sinne, dass der Reisende dabei gut weggekommen ist, der Himmel nur
zeitweilig bedeckt, aber ohne Regen war und vor Ort immer so viel Zeit war,
sich umzuschauen und einiges zu sehen. Andererseits reichte es nicht für Kunst
und Kultur oder große Fußstrecken zurückzulegen, sei es, weil die Zeit fehlte,
der Zeitpunkt zu spät lag oder der linke Große Zeh sich einmischte. Ein wenig
soll aber doch erzählt werden, jedenfalls so viel, dass es die Präsentation
einiger Bilder erleichtert.
Nach Colorado Spring Montag, den 19.
September
Naheliegend wäre gewesen, Denver zu wählen, da die I-70 durch
die Stadt führt. Es wurde Colorado Spring, weil vor der Stadt in Manitou Springs
eine Bergbahn die Höhe von über 4‘300 Meter erklimmt und die Gelegenheit war
wahrzunehmen. Ein weiterer Check vor Abfahrt bestätigte, dass es noch Karten (US$ 38) für zwei Touren am frühen Nachmittag
gab. Doch würde man die fast 600 km zeitig schaffen? Die erste Tour wurde
zeitlich nicht geschafft; war aber auch, wie die weitere, ausverkauft.
Das wusste ich bei Aufbruch in der Morgendämmerung noch
nicht und fuhr bis Manitou Springs häufig am Limit. Dabei entpuppte sich die
gesamte Strecke als eine herausragende Tagestour, vorbei an Bergen, Felsen,
Naturparks, und Schluchten gewaltigen Ausmaßes. Lange Strecken gab es eine
beeindruckende Symbiose zwischen Natur und Zivilisation, immer dann, wenn
Highway, Eisenbahn und der Colorado River über lange Strecken parallel
verliefen. An manchen Stellen wurden sie gleichzeitig durch engste hochrankende
Schluchten oder durch fruchtbare Täler geführt.
Wahrscheinlich hätte es sich gelohnt, zwei dutzend Mal abzubiegen und
die nahen Landstriche zu erkunden und das über viele Tage. Stattdessen sagte
die Planung ca. 80 km vor Denver bei Frisco nach Süd-Ost abzubiegen und über
die 9 & 24 nach Manitou Springs zu fahren. Auch diese Strecke, dem
Schwarzwald nicht unähnlich, war eine Attraktion, wohl auch für Urlauber im
Sommer wie im Winter, weil eine beeindruckende Landschaft für Sommer – und Wintersaison
bietend. Gleichwohl ging es zügig voran und den Weg zum Kartenkauf fand ich
sofort. Aber die Tickets waren vergeben.
Da früh im Hotel, ging es mit einem Taxi in die
Innenstadt, für die eine Bewunderung ausblieb. Der interessante Teil der Großstadt
von 600T war wohl woanders
angesiedelt. Nach mehreren Straßen auf und ab, wurden wenigstens zwei Regionalzeitungen
gefunden, die dann in der Abendsonne vor dem Ritz Grill in der Tejon Street bei
einem Bier gelesen wurden Im Sonderangebot: gab es Steak.
Nach
Salinas/Kansas – Dienstag, den 20. September
Der
Morgen war bewölkt. Gleich nach Colorado Spring war es flach und blieb flach.
Herausragend waren nur Silos, viele und hohe Silos für den Weizen aus dem größten
Anbaugebiet der Erde. Angeschlossen
waren sie an eine Eisenbahnstrecke. So auch die in Salinas. In deren Sichtweite wurde der Lee-Jeans Erfolg
1889 von Henry David Lee gegründet. Gleichwohl erweckte der Ort den Eindruck
eines Dorfes, während die County (Gebietskörperschaft) aber mit über 40‘000
Einwohnern gelistet ist. Dann wurde noch Walmart gesucht, weil wieder das
Zeichen „Maintenance required“ auftauchte. Vergeblich, aber nun gewusst wie man
auf das Display die Geschwindigkeitsanzeige zurück bringt, was allerdings nach
jedem Motorstart neu geschehen musste.
Pontoon
Beach/IL - St. Louis/MI – Mittwoch,
den 21. September
Das gewählte Motel6 lag rund 20 km nördlich von St.
Louis, aber nur wenige Kilometer entfernt vom Mississippi. Dort am Ufer einen Abend
zu verbringen, gut speisend in einem den majestätischen Fluss überblickenden Lokal,
bestimmte die Wahl. Doch bald war klar, da war nichts, möglicherweise nicht einmal
ein ufernaher Parkplatz. Also wurde schnell eine Taxifahrt zur Mississippi River
Tours an der Uferpromonade der Stadt St. Louis organisiert. Und wie komme ich
zurück, wurde der Fahrer gefragt? „Von unseren Fahrer holt sie keiner ab
Dämmerung mehr ab. Nehmen Sie die Light-Train, und fahren zum ‚Queens
Casino‘ auf der anderen Seite des Flusses, dann anrufen und Sie werden dort
abgeholt.“ So umständlich, so gut, so geschah es kurz vor Einbruch der
Dunkelheit.
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Von dem riesigen die Uferanlage überspannenden
„Gateway Arch“, ein fast 200m hohes Bauwerk, wurde eine Flussfahrt nicht mehr
angeboten. Der Innenstadtbezirk war gut bestückt mit einigen größeren Bauten,
Hotels, Banken, Büros, Regierung, mit wenig Charme. Erst in der Washington
Ave., wurden einige ansprechende Lokale erblickt, aber zügig die dortige
Station angesteuert und mit der Light-Train der Fluss überquert. Auch im ‚Queens
Casino‘, wurde ein Zeitungserwerb nicht ermöglicht und nach einer halben
Stunde Wartezeit, ging es mit dem gerufenen Taxi zurück zum Motel6.
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Nach
Richmond/Indiana – Donnerstag, den 22 September
Der Tag begann schon um 04 Uhr, mit Abfahrt um fünf,
weil ein riesiges Tagespensum erwartet wurde, durch einen fehlerhaften Distanzscheck
im Internet. Richmond gibt es häufiger und statt nach 10-12 Stunden war der
Bestimmungsort schon um 12 Uhr mittags erreicht. Somit war viel Zeit vorhanden.
Sie wurde ausführlich genutzt ohne spektakuläres. Ein Ölwechsel bei Walmart
scheiterte, weil die es ohne Autorisierung nicht machen wollten. Im Besucher-Zentrum
wurde als sehenswert der Ort Centerville, in süd-westlicher Richtung, benannt.
Daraus wurde ein Kurven durch Wohnlandschaften, ohne Ehrgeiz dort auch
anzukommen. Nach einchecken im Motel6, erfolgte noch eine Tour nach Norden,
einfach durchs Land mit vielen Maisfeldern, ansprechenden Häusern und immer,
aber auch immer, einen exzellent gemähten Rasen drum herum.
Nach Pittsburgh/PA, Freitag, den 23. September
Endlich sollte mal wieder ein Frühstück her. Da
aber das nahe „Stake & Shake“ um 06:30 Uhr, nicht auf hatte, ging es zum „Cracker
Barrel Old Country Store“, nur wenige Meter vom Motel6 entfernt mit „Uncle
Herschel's Favorite“, das Standardangebot, klein, gut, teuer. Nach zwei Stunden
Fahrt und hinter Columbus, war es Zeit für einen kleinen Ausflug zum sehr Nahen
Buckeye Lake. Mit kleinem Tuschkasten wurde der See in Ohio’s ältesten
Staatspark, seit 1825, festgehalten in der Vormittagssonne von einem offenen
Pavillon aus.
Die Anfahrt von Pittsburgh gestaltete sich als eine
besondere, weil der Navigator einen bergauf, bergab durch enge Straßen, abwechselnd
mit schönen und drögen Vorortvierteln, bis zum Motel6 führte. Das waren dann
immer noch einige Kilometer vom Zentrum entfernt, sodass erneut ein Taxi
gewählt wurde. Dort war man wieder in einer richtigen Großstadt. Nicht nur
konnte eine New York Times erstanden werden, die ersten seit Salt Lake City vor
rund 3 Wochen, auch ein Markt ähnlicher Platz war vorhanden, wo sich das
Publikum traf und die vorhandenen Restaurationen und Fast-Food Ketten
frequentierte. Da das Wetter gut und Tageslicht noch hell genug war, konnte man
draußen sitzend einen Salat, mit Schinken und Käse einnehmen und die NYT lesen,
bis die Dämmerung einsetzte.
Nach Stroudsburg/PA, Samstag, den 24.
September
Einmal Pennsylvania von West nach Ost war das
Tagesziel In diesem Fall 500 Kilometern. Es begann unter grau bedecktem Himmel,
ging über bergige langesteckte Wege
inmitten riesiger Wälder, unterschiedlicher Strukturen, schon teilweise durch Herbstlaub kräftig gefärbt.
Laut gestriger Wetterkarte in der NYT, hätte heute eine Wetterfront schon
südlich von Pennsylvania sein müssen. Doch rund 200 km vor Stroudsburg hatte der
grauer Himmel eine scharfe Kante und ging in ein absolutes Blau über, mit
vollem Sonnenschein für den Rest der Strecke, was zeigte, dass der Vorhersage
etliche Stunden an Genauigkeit fehlte. Am späten Nachmittag wurde nach vier Wochen
und einem Tag Stroudsburg wieder erreicht.
Ein paar Tage der Ruhe in Still Meadow Lane
folgten, in der Idylle, die das Acrylbild vielleicht ganz gut ausdrückt.
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20 Eindrücke
21 Marblehead-Mass
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