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Utah National Parks ganz groß!

 Nach zwei Nächten in St George, waren noch vier volle Tage für diverse Parks in Süd-Utah vorgesehen, bzw. drei weitere Übernachtungen in Cedar City, Beaver und Green River so ausgewählt, dass der Besuch weiterer Naturparks, Übernachtungskosten und Rücktour einigermaßen zusammen passten.. Einzelheiten ergeben sich aus einer Karte. Auch die Besuche der Parks, werden nur kurz angesprochen, da Einzelheiten unschwer in großer Ausführlichkeit im Internet zugänglich sind, was einer Auflockerung durch einige Fotos hier nicht ausschließt.  Gleichwohl ist hervorzuheben, dass auch viel Streckabschnitte eigentlich verdienten ausführlicher beschrieben und Besonderheiten, im Sinne von ungewöhnlich, bizarre, schöne verdienten hervorgehoben zu werden. Hier sei das nur pauschal erwähnt und hervorgehoben, dass alles bei schönstem Wetter und Sonnenschein stattfand. Fast!

 

 

 

 Bryce Park – Freitag, den 16. September

Immerhin dämmerte es schon , als ich St George verließ,  um als  Erster  bei Walmart in Hurricane zu sein, denn dort öffnete die Abteilung „Lub & Tyre“ (Öl und Reifen) um 07 Uhr seine Tore für einen Ölwechsel , der dann auch 40 Minuten später abgeschlossen war. Dass danach die Tachoanzeige verstellt war, ist bereits früher erwähnt worden. Ein zweites Mal wurde der Zion-Park durchfahren und noch am Vormittag die Park-Einfahrt erreicht. Als die Ausfertigung einer Jahreskarte etwas länger dauerte und einige Autos anfingen zu hupen, nahm der Ranger das Mikrofon zur Hand und es donnerte aus der Lautsprecher-Anlage: Dass man das nicht möge! Einen rund 30 Km langen und 2’500 Meter hohen Bergrücken, in Nord-Südrichtung verlaufend,  konnte man an rund  ein Dutzend Aussichtsstellen ansteuern. Die grandiose Felsenlandschaft lag im Osten der Straße.  Dazu musste man fahren, eine Parkbucht ansteuern und aussteigen. Direkt vom Auto sah man davon nichts. Obwohl die Plätze nicht groß waren, klappte das ganz gut.  aber drei Stunden brauchte man gleichwohl.

 

 

 

 

 

 

Dann wurde die Fahrt nach Cedar City, für die nächste Nächtigung, in Angriff genommen. Vor der Stadt konnte man über eine Seitenstraße in den Bergen eine weitere rote Sandsteinformation, in einer weiten halbrunden Wölbung mit einer Ausdehnung von 5 km bewundern. Der Cedar Break National Park liegt über 3‘000 Meter hoch und die bizarren Abhänge fallen über 600 m tief.  Das Plateau war überwiegend mit Nadelwald bedeckt. Viel deutete auf eine lange Skisaison hin. Die Talfahrt durch Schluchten und bewaldete Hänge bis Cedar City war ein tagabschließendes Erlebnis, wenn  man den Suchaufwand für die technische Lösung für die Wiederherstellung des Tachoanzeigers unberücksichtigt lässt, der nach Ölwechsel am Morgen verstellt war. Nach einigen Anläufen, schließlich, ein netter Meister einer kleinen Werkstatt machte das, und ich hatte etwas dazu gelernt.

 

 

 

Touren  durch Täler und Schluchten
 Samstag, den 17. September

Der Tag fing schön an und ganz nach meinem Geschmack. Schon  um 5 Uhr in der Früh, gab es Frühstück im Denny’s, Standard: Rührei, Bacon, Rösti, zwei Pfannkuchen mit Ahornsirup, Kaffee und damit war ein toller Start für den Tag gelegt. Zurück im Hotel wurden die fünf Hotels gemäß Tagesetappen für die Rückfahrt entlang der Route 70 Online gebucht. Das ging eigentlich zügig, mit suchen, Auswahl und buchen, aber doch pro Station je eine halbe Stunde Doch als die Pittsburgh/PA versehentlich für die kommende Nacht gebucht war, erwies sich das Stornieren (für einen ungeübten) als schwierig. Nach mehr als eine halbe Stunde am Handy auf einen Mitarbeiter der Zentrale wartend, vergangen war, ging es runter zur Rezeption. Als sich die Managerin ans Telefon hängte, war das Problem alsbald gelöst. Abfahrt im Hotel war dann erst gegen 10 Uhr, nur wissend, dass das nächste Hotel im rund 50 Meilen nördlicherem Städtchen Beaver liegt, der Weg jedoch über Straßen und Landschaften westlich davon, in Richtung Bryce Park, führen sollte.

 

 

 

 

 

 

Doch die Optionen hielten sich in Grenzen, eigentlich gab es nur zwei: ein weiteres Mal in den Bryce Park oder eine Straße beginnend am Parkeingang in die entgegengesetzte Richtung über Route 22 & 62, zurück auf die Route 89 zu gelangen, um dann von dem Ort Junction aus eine Bergstrecke  (153) in Richtung Beaver zu nehmen. Doch zuvor wurde noch die Route 12 bis zum Örtchen Tropic (10 km) angeschaut, weil sie als „Szenisch“ bezeichnet war. Nur 350 km hätte es bedurft, um auf dieser Straße und 45 Meilen auf der 62 &22 wieder Bryce Park Eingang zu erreichen. Das war zuviel und vom Parkeingang ging es gleich nordwärts. Die ersten 75 km eigneten sich für Antistress. Weites Tal, flach, unfruchtbare Steppe, kein Verkehr auf einer Straße, die nicht mehr Risse und Unebenheit auswies als jede gute Bundestraße. Dann aber wurde es spannend, als überwiegend schwarze Felsen die Straße schluchtig und kurvig machte. Das ganze endete in fruchtbaren Talflächen, mit Bewässerungssystemen.  Nach einer weiteren Stunde auf der Route 89 war Ankunft in Junction, ein kleiner Ort, mit vielleicht 200-300 Einwohner, fast 2000 Meter hoch und zwei Gerichtsgebäuden, einem alten (nun Hotel - siehe Foto) und einem großen ansprechenden Flachbau.

Doch mein Interesse war auf eine Bergstraße gerichtet, ausgewiesen als „153“., denn über diese war Beaver gerade einmal 40 km entfernt. Doch nach 20 Minuten war Schluss. Der weitere Weg war eine Schotterstraße für Abenteurer geeignet und durfte nur mit Geländewagen und  Allradantrieb befahren werden. Über die nächstkürzeste Alternativstrecke wurde der Weg nach Beaver mehr als verdoppelt.  Als ich 15 Meilen vor Beaver von der I-15 kurz rechts abbog , landete ich nach wenigen hundert Metern auf einem Schotterweg, gesäumt von Sträucher, viele mit kräftigem Gelb gekrönt.  Eine Erläuterung zum Weg war nicht fern und sehr überraschend.

 

 

 

 


 

 

Es war historischer Boden. Einen Abend zuvor hatte ich in der aktuellen Zeitung: Salt Lake Tribunal einen langen Artikel dazu gelesen (HIER in PDF), zu Plänen für den Erhalt  von „Old Spanish Trails“. Geschützt und gefördert durch den „Old  Spanish  Trail  Recognition Act of 2002”, eine Ergänzung des National Trails System Act , von 1968.  Hier war ein Teil der nördlichen Route, auf dem Pioniere und Händler Verbindung von Neu Mexiko zum spanischen Südkalifornien knüpften. Ungestört von Verkehr und Getümmel hielt ich den Ort in einigen wenig gelungenen Fotos und mit Acrylfarben fest. Die zeigen nur gerade mal ein paar Meter von 2‘500 Meilen, die das Spanische-Trail-Netz vor knapp 200 Jahren gehabt haben soll.

 Das kleine Städtchen Beaver war schnell in Augenschein genommen. Im stattlichen Postamt konnte man Postkarten einwerfen, das angrenzende Besuchszentrum, ein Blockhaus  aus dem 19.Jahrhundert, war nur von außen anschaubar.
Das Tagesmahl gab es erst nach Sonnenuntergang, Salat und einem Burger bei „Carl’s Jr“, weil der Weg vom Motel6 nur 50 Meter weit entfernt war.

 
Der letzte Park-Tag; Sonntag den 18.September
Canyon Lands und Arches  & Green River

 Die beiden Parks im Südosten von Utah liegen nahe beisammen  und sind doch nicht vergleichbar. Zuvor musste über 300 km über die Highways 15 & 70 zurückgelegt werde und ohne Stopp in Green River, der Ort mit den nächsten Nachtquartier. Die Sache mit den Parks wurde ernst als 50 km weiter „Cresent Junction“ erreicht war und abbiegen nach Süden anstand. Doch sicherheitshalber noch einmal tanken und den Restroom aufsuchen. Beides verdient notiert zu werden. Zum letzteren sagte der ältere Shop Besitzer, dass es nicht funktioniere und man sich am Ende der Straße in die Büsche schlagen könne. Beim Tanken rechnete er glatt den doppelten Preis ab, was man erst nach Abschluss der Tat bemerkte. Beides eine große Ausnahme während der ganzen Tour.   

 Canyonlands

 Von der riesigen Fläche des Parks (fast 2x Hamburg) durchfährt man nur einen kleinen Teil, sieht aber viel und ist ohne zu bummeln mit ca. 50 km Strecke,  2-3 Stunden gut beschäftigt. Das betraf die nördliche Sektion des Parks. „Island in the Sky“, für zwei weitere Teile, wären zwei weitere Tage erforderlich. Was ein Besucher sehen sollte, ist auch mir nicht entgangen, aber nur begrenzt. Wenn es ans Laufen ging, und das hätte an diesem Tag die Vollständigkeit gefördert, war Zurückhaltung geboten. Die gute Wärme störte nicht, aber der Große Zeh.  Aber da man sich auf einer Höhe von fast 2‘000 Metern bewegte, hatte man meistens einer Weitblick. 

 

 

 

 Arches

 Auch wenn die zwei National Parks nahe beieinanderliegen, eine gute Stunde zügiges Fahren braucht man schon, um im Arches Park eine steile Serpentine hinauf fahren zu können, wenn auch rund  300 Meter weniger als im Canyonsland. Laut Park-Informationen braucht man 4 ½ Stunden, um alle gekennzeichneten Attraktionspunkte anzusteuern und dort jeweils 10 Minute bleibt. Auch weniger war viel und war insofern einfacher, da die meisten Naturphänomene auf Augenhöge lagen, und man nicht über große Weitern oder in tiefe Schluchten zu blicken hatte. Doch, worin alle Parks sich in gleicher Weise dem Besucher anboten, war, dass sie  wirklich nur mit vielen Tageswanderungen zu erschließen waren. Doch auch in jedweder Kürze waren Landschaft und einzelne Steinformationen im Nachmittags Sonnenlicht eine sehr beeindruckende Kulisse.  Kurz nach 17 Uhr erfolgte einchecken im Motel6 in Green River an der I-70, über die es am nächsten Tag über fast die ganze Strecke von 2‘000 Meilen nach Pennsylvania  gehen sollte. 

 

 

 

 Ein paar Abendstunden in Green River

Was soll man über einen Ort schreiben mit gerade mal 1000 Einwohnern und den man erst zwei Stunden vor Sonnenuntergang, so um 17:30 Uhr erreicht hat. Es würde sich wahrscheinlich lohnen, denn es hat Zeiten gegeben, wo der „Wilde Westen“ hier tobte, wo die Winter so kalt sein können, dass Baumstämme mit großem Knall explodiert sind, und heute die besten Wassermelonen der Welt gedeihen sollen. Doch der jährliche Melons-Day war schon vorgestern und gestern am Freitag und Samstag gewesen. Das hätte man alles in einem großzügigen Museums und Besucherkomplex erfahren können, doch sonntags schloss es bereits um 17 Uhr  und dieser Tag war ein Sonntag. Schon der namensgebende Fluss, der 1‘000 Meilen weiter nördlich im Wyoming entspringt, fließt nicht nur breit durch die Ortsmitte, sondern macht mitten im Canyonsland Schluss. Als ich die breite unattraktive Mainstreet bis zum Westende wiederholt durchfahren hatte, um eine Zeitung und Restaurant zu finden, erblickte ich linkerhand am Ende einer kleinen Einbahnstraße einen beeindruckenden  Expresszug, von Chicago nach San Franzisco. Das wurde erst später durch googeln erkannt, wie man sich auch nicht vorstellen konnte hier an eine im Fahrplan gelistete Station zu stehen. Das „Vorfeld“ war milde ausgedrückt so rumplig, dass eine Beschreibung viele Seiten hätte füllen können. Auch mit der Zeitung hatte ich keinen Erfolg und bei Mexikaner La Veracruzana bestellte ich ein „American Steak“, das weniger mit Steak als mit einem wienerschitzelartigem Hamburger zu tun hatte. Diese Kreation, von Google erläutert, zu bekommen, war bisher erfolglos.

 

 

 




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go77


01 Einleitung

02 Geplant-Gemacht

03 Going West

04 Flach in Plains

05 Bilanz-I

06 Big Horn Mt

07 YellowStone

08 Bilanz-II

09 Idoha Falls

10 Salt Lake

11 Bilanz-III

12 Nevada

13 Bilanz-IV

14 Zion

15 North Rim

16 Utah

17 Bilanz-V

18 Going East

19 Schlussbilanz

 

 

 





 
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