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Nevada von NO nach SW

Nevada von NO (Nordost) bis in den Südwesten  (SW) zu durchfahren wurde von Entfernungen, Unterkunftspreisen und der Erreichbarkeit  von National Parks bestimmt. Heraus kam Ely (mit 2 Übernachtungen) nahe dem ‚Great Basin National Park‘ und das von dort  420 km  entfernte Beatty, von wo aus das Death Valley Besucherzentrum  in gut einer Stunde  (70km/44 Miles) erreicht werden konnte. Es ging um die Tage Donnerstag, den 8. bis Mittwoch, den 14. September, wo in den frühen Morgenstunden der Stadtrand von Las Vegas gestreift wurde, um in den Mittagstunden die Stadt St. George im äußersten Südwesten von Utah zu erreichen.

Diese Woche in Nevada war geprägt von Wüstenklima, nicht ganz im strengen Sinne: von Sandwüste, aber trocken, Steppe, und tagsüber noch mächtig warm. Das galt insbesondre für das Große Becken, dem beherrschenden Landstrich im Staat Nevada mit einer durchschnittlichen Höhe von 1600 Meter.  Regen und Schnee ist so gering, dass es vor Ort verdunstet und nichts davon den Pazifik erreicht. Die Orte sind klein, die Entfernungen groß.  Nach einer Stunde Fahrt von Ely nach Beatty ohne Haus und Tankstelle, kam der hilfreiche Hinweis: „ Next Gasoline Station 146 Miles“. Andererseits war die Straße 93 vor Ely so gut befahren, dass sich dort auch ein Polizeiauto befand, das Blaulicht einschaltete als ich den Wagen passierte. Nach Anhalten und Vorzeigen des Mietvertrags und Internationalen Führerschein, wurde darauf hingewiesen, dass mit 84 Miles/h das Limit um 14 m/h überschritten gewesen sei. Nach freundlicher Ermahnung wurde ich ohne Buße entlassen.

 

 

 

 

Salt Lake bis Ely - Great Basin – 8. September

Doch davor lag die Route Alt 93 (Alt steht für Alternate), die in Wendover an der Route 80 begann. Am ‚White Horse Pass‘  vermutlich stehend auf einer früheren Straßenführung am „White Horse Pass“, entstand ein Bild mit Blick in das Tal, und der immer geradeaus zeigenden Route Alt 93. Man war allein, Verkehr tendierte gegen Null.  Knapp eine Stunde weiter trafen sich Route 93 und Route Alt 93 und noch weit vor Ely kam es zum Treffen mit dem Sherif. Aber mit 70 Miles pro Stunde kam man auch zügig voran. Nach Ankunft war die 4000 Seelen große Ortschaft nach weniger als einer  Stunde erkundet einschließlich einem Besuch im „White Pine Public  Museum“.  Es ist bewundernswert was zusammengetragen und präsentiert wurde, von Puppen, einer Schulklasse  bis Kupferabbau. Für das „Nevada Northern Railway Museum“ mit fahrbarem Gerät, fehlte Kraft und Zeit in der untergehenden Sonne. Stattdessen wurde im Restaurant „La Fiesta Mexican“, der Tag beendet.  

Great Basin National Park – Freitag, 09. September -

.Auf das, was mich an diesem Tag erwartete, war ich nicht vorbereitet, nur das dort im Osten von Ely ein Berg und ein Park ist. 120 Kilometer musste man dann schon fahren, um sich am Fuß des Mount Wheeler einzufinden. Ohne das dortige „Lehmnan Caves Visitor Center“ entdeckt zu haben, ging es sofort in den Berg. Kurve um Kurve, Serpentine um Serpentine. Hier und da einen Blick ins „Snake Valley Tal“, dort wo man Halt machen konnte und an mancher scharfen Kurve, schön den Blick auf den Mittelstreifen gerichtet, bis man den Wheeler Peak in 3013 Meter Höhe erreicht hatte.. Dort war Schwarzwaldatmosphäre pur und der Blick auf eine bis 1000 Meter höhere Bergspitze möglich.

 

 

 

Am Ende des Abstiegs wurde auch das vorher übersehene Zentrum gefunden und angesteuert. Das Restaurant war zu, aber Besucher erkundigten sich über die „Grotte“, somit ich auch,  zwischen 60 und 90 Minuten Touren durch eine bizarre Höhlenformation mit Stalaktiten, Stalagmiten, Draperien, u.s.w.  Auf den Hinweis, dass ich eigentlich alsbald was essen müsste und ohnehin Schwierigkeit mit einer längeren Zu-Fuß-Tour hätte, bekam  ich einen zwei Stunden früheren Termin und die Zusage von dem Ranger, dass er mich nach 20 Minuten wieder rausholen würde. Die 45 Minuten bis zum Start wurden genutzt , um mit Einsatz eines kleinen Tuschkastens, von einer Stelle über dem Zentrum mit freiem Blick, das Tal zu malen.  Die Zeit in der Tropfsteinhöhle war beeindruckend. Die Abholung klappte prima und der Weg nach der 8 km entfernten Kleinsiedlung Baker, für einen Imbiss im ‚J&D’s“, mit einem leckeren Hühnchen auf Salat, geebnet. Deren Webseite bietet jetzt den Grocery Store, die Lounge (Gastraum) und die Restauration für einen Gesamtpreis von US$ 269,000 an; Stand November 2016  Die Zahl der neuen Nachbarn läge bei rund 70. Da war die Rückkehr nach Ely mit 4000 Einwohnern schon wie die Heimkehr in eine Großstadt.

 
Beatty –Tor zu Death Valley – 10/09 bis 12/09

Ely war auch fast groß gegenüber dem 420 km südlicherem Beatty, rund vier Mal. Aber es hat alles was eine Stadt braucht, eine Post, einen Sherif und ein Gericht. Mindestens sieben Hotels und vier Campingwagen Plätze, deuten darauf hin, dass dieser Ort einen preiswerten Zugang zum Death Valley National Park und Kalifornien bietet, denn nur 20 km westwärts beginnt Kalifornien und der Park. Nur das Handy funktionierte nicht, schon seit kurz hinter Ely. So blieb es die nächsten Tage, denn die betreffende Telefongesellschaft deckte das Gebiet nicht ab – wie ich erst einen Tag später erfuhr.

 

 

 

 Von Norden kommend hätte man schon früh den Park ansteuern können, um nach knapp 50 km Scotty‘s Castle zu erreichen. Der Versuch scheiterte. Nach schweren Überschwemmungsschäden in 2015 waren alle Straßen dahin gesperrt. Da drei Stunden zu früh für Einchecken im Motel6 lag es nahe, sich sofort auf den Weg zum Park Zentrum zu machen, dem „Furnace Creek Visitor Center“. 

Dort, nach gut einer Stunde Fahrt angekommen, zahlte man seine Besuchergebühr, geltend für eine Woche und konnte sich mit Informationsmaterial versorgen. Über  eine andere, mindestens doppelt so lange Strecke, wurde die Rückfahrt angetreten.  An der Kreuzung Lathrop Wells, rund 45 km südlich von Beatty und an der I-95 nach Las Vegas gelegen, wurde getankt und in der angeschlossenen Imbissstube ein Burger, genannt „Opa Burger“, bestellt, sowie zur Interpretation einer gerade erworbenen Karte zum Great Canyon, auf Vermittlung der Bedienung, ein sachkundiger Gast befragt. In vier Tagen wollte ich mich ja dahin auf den Weg machen.  Doch noch lagen drei ganze Tage in Beatty vor mir und in  den Stunden zwischen Ankunft und Einchecken am frühen Abend war touristisch schon einiges erschlossen worden.

 

 

 

 

 Sonntag, den 11. September: Es ging einmal das Death Valley –soweit möglich – von Nord nach Süd zu durchfahren und zurück und alles Angebotene wurde besichtigt. Südpunkt war Shoshone, in Kalifornier gelegen, genannt nach einem Indianerstamm, lebend in Nevada und Utah. 31 Einwohner (Stand 2010) betrieben die kleine Ansiedlung. Einen Pott Kaffee gab es auf der schattigen Veranda des „Crowbar Cafe & Salon“. Das kleine Museum war gleich nebenan, die Tankstelle gegenüber hatte einen mächtig überhöhten Benzinpreis abgerechnet. Auch die sonstigen Preise waren saftig. Post und Schule waren vorhanden. Die Rückfahrt in der heißen Mittagssonne erfolgte alsbald.

 

 

 

Bemerkenswert war auch das „Beatty Museum & Historical Society“ gegründet 1995 und einer jährlichen Besucherzahl von 35‘000. Das große Engagement der Gesellschaft und weiterer Ortsansässiger lässt sich an der Materialfülle und Ausstellungspräsentation deutlich erkennen.

Der Abend war mild. Die Außentische im KC’s-Outpost gut belegt. Ein in Las Vegas urlaubendes Ehepaar meinte, mit einem Tagesauslug ins Death Valley alles gesehen zu haben. Wahrscheinlich richtig, denn viele Stellen brauchte man nur anzuschauen, AHAA  zu sagen und weiter, denn die noch vorhandenen hohen Temperaturen luden wenig zu längeren Fußwegen ein. Doch die beiden nächsten Tage belehrten einen eines anderen.

 

 

 

 Montag, den 12. September: Alle Tage begannen früh. Häufig war Abfahrt noch in der Dämmerung oder alsbald nach Sonnenaufgang, ohne Frühstück aber mit Kaffee von der nächsten Tankstelle. So auch schon an diesem Tag, aber bereits zwei Stunden vor Sonnenaufgang denn diese Zeit brauchte man, um zum Dantes View zu gelangen, einer Bergkuppel, deren Westabhang steil ins zur tiefsten Stelle von ganz Nordamerika abfällt, ins „Badwater Basin“ 167 Meter unter dem Meeresspiegel. Das ergab eine Fallhöhe von rund 1‘800 Metern.  Am unteren Punkt erstreckte sich eine Salzfläche, die man über eine weite Strecke begehen konnte. Das war gestern bereits geschehen. Diesmal ging es darum, in hoher Höhe den Sonnenaufgang zu erleben. Dazu musste man aber vor sechs Uhr oben angekommen sein. Nach mir trudelten noch 5 Autos auf dem Parkplatz ein und von einer nahen Anhöhe aus beobachteten knapp ein Duzend  Frühaufsteher den werdenden Tag.  Der Reiz des Besonderen war gegeben, spektakulär waren die Farben aber nicht. Dazu war die Luft wohl zu warm, um klare Farben zu ermöglichen. Nach dem Besuch weiterer „must-to-see“ Punkte wurde im Besucherzentrum ein  Film über den Park angeschaut und am späten Vormittag die majestätischen Sanddünen nördlich von Stovepipe Wells bestaunt.     

 

 

 

 

 

 

 Eine abschließende Fahrt in den nördlichen Park (Scotty’s Castle etc) erwies sich als nicht möglich. Aber wenige Meilen vor Beatty wurde den Ruinen von Rhyolite noch ein Besuch abgestattet. Ein kurzer Goldrausch belebte den Flecken für wenige Jahre, mit einer Bevölkerung von ca. 10‘000 in 1908.  Es gab drei Eisenbahnlinien, eine Telegraphenstation, ein Elektrizitätswerk, drei Zeitungen, 50 Goldminen, eine Oper, eine Symphonie, drei Krankenhäuser, ein öffentliches Schwimmbad, 19 Hotels, 18 Drugstores sowie 53 Kneipen. So schnell wie der Aufstieg zur drittgrößten Stadt von Nevada, war der Boom auch vorbei und die Abbauplätze und Bauten wieder verlassen.  Nur ein paar verfallene Bauten sind geblieben.

 

 

 

    Beatty –Tor zu Ash Medows –
Dienstag, den 13. September

Beatty lag auch günstig zum „Ash Medows National Wildlife Refuge“, gut 80 km nördlich davon. Die Option kam erst in den Sinn, weil noch ein ganzer Tag zu Verfügung stand und noch einmal Death Valley als überflüssig und langweilig erschien. Also ging es mit der I-95 Richtung Las Vegas bis Lathrop Wells, wo es bereits einen „Opa-Burger“ vor zwei Tagen und 8 Stunden gegeben hatte. Dann Abbiegen nach Süden (rechts) für weitere rund 25 km. Kaum eingebogen, kam ein Überfall in der Ausprägung eine Sandsturmbö für 15 Minuten.

Die Sichtweite verringerte sich auf weniger als einen Kilometer und Autofahrer, die die Aircondition nicht ausgeschaltet haben, hatten noch lange mit der Auswirkung im Wageninneren zu kämpfen. Diese Sandwolke war ein Hinweis, wie die gestern in Stovepipe Wells bewunderten Dünen entstehen, wie auch die auf der Rückfahrt auf der linken Straßenseite  gesichteten Dünen.  War die Flächenausdehnung in beiden Fällen sehr begrenzt, in ihrer Mächtigkeit konnten sie es gut mit Sanddünen in Saudi Arabien aufnehmen.

 

 Ash Meadows ist eine Wüstenoase,  die rund zwei Dutzend gefährdeten Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bieten und zwar erst seit rund 30 Jahren.  Der Wüstenstrich, etwas größer als die Nordseeinsel Föhr, gilt als einer der heißesten und trockensten Landstriche der Welt, und wird ausschließlich von großen unterirdischen Wassergebieten gespeist. Gleichwohl ist der Einfluss auf die Pflanzen und Tierwelt sehr minimalistisch und weit davon entfernt, üppig zu sein. Das ergab den Reiz.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Der Kontrast zwischen dem toten gigantischen geologischen Naturerscheinungen im Death Valley und Entwicklung zu lebender Natur konnte kaum größer sein. Es war eine sehr beeindruckende Erfahrung, zu der einige aufgesuchte Feuchtstellen und Kleinsttümpel beitrugen. Da war es gut, an diesem Tag viel Zeit zu haben, von einem neuen Besuchszentrum gute Hinweise zu bekommen und längere Schotterwege mit geringer Geschwindigkeit zu meistern.   Das alles ohne Hektik, denn die Zahl der Besucher war kaum wahrnehmbar.

Mehr  Blütenbilder aus dem Ash Meadows - Refuge - HIER

 

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11/12. Sept. 2016


 

 

 

 

 

 

 

Abfahrt von Beatty, 

rund zwei Stunden vor

Sonnenaufgang,  um

diesen um 06:28

an DATES' VIEW im Death Valley

zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Dünenregion

mitten im Death Valley  


 

 

 

 

 

 

 Ghost town
RHYOLITE
nur wenige Meilen
vor Beatty

-Richtung Death Valley-


 

 

 

 

 

 

 

 

Aufnahmen von
Death Valley zu
anderen Zeiten
und von anderen
Fotografen

 

 

 



 
go77


01 Einleitung

02 Geplant-Gemacht

03 Going West

04 Flach in Plains

05 Bilanz-I

06 Big Horn Mt

07 YellowStone

08 Bilanz-II

09 Idoha Falls

10 Salt Lake

11 Bilanz-III

12 Nevada

13 Bilanz-IV

14 Zion

15 North Rim

16 Utah

17 Bilanz-V

18 Going East

19 Schlussbilanz

 

 

 





 
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