XXXXXXXXXXXXX

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 TEXT  11

 

 Anders und doch nicht so anders.
Zwischenbilanz III

 

Nach Sheridan, Bozeman und Idoha Falls, Stationen die unmittelbar mit dem Yellowstone und Teton Park zusammenhingen, folgte der sehr spezielle Landstrich mit dem Salt Lake und der Hauptstadt von Utah mit rund 186.000 Einwohnern, in der Region aber bis zu 1,2 Millionen, was knapp die Hälfte von Utah betrifft (ca. 2,9 Mio.). Ein effizientes Nahverkehrs- und Straßennetz vermittelt den Eindruck einer Großstadt, deutlich wiedergespiegelt in großzügigen Bauten und städtischen Anlagen, in einer sehr kontinentalen Klimazone mit geringem Niederschlag.  

Das Zentrum der Stadt war in mehrerer Hinsicht bemerkenswert (Text 10), überschaubar innerhalb von zwei Tagen, aber auch etwas steril. Eine eigenartige Ausstrahlung ging von dem Zentrum der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“, kurz TEMPLE bezeichnet, aus. Die Anlage sehr gepflegt, die Mitglieder der Kirche immer nett und hilfsbereit, doch die empfundene Distanz zur Stadt setzte sich hier fort. Für einen Schnellreisenden blieb die Stadt verschlossen.

So hätte man erwarten können, dass die Winterolympiade 2002 prägende Erinnerungen hinterlassen hätte. Keine gesehen. Auch von den Präsidentenwahlen war im Stadtbild nichts zu sehen. Immerhin konnte man im größten Hotel der Stadt die New York Times bekommen, das half aber an den beiden Tagen nicht weiter, um den tiefen Westen besser zu verstehen. Dies betraf auch die Zeitung „The Salt Lake Tribüne“, die zwar am 06. September berichtete, dass Donald Trump   die Unterstützung von 88 pensionierten Generälen und Admirälen erhalten hätte, was wenig zum Wahlverhalten der Region aussagte.  Wenige Wochen später unterstützte die Zeitung deutlich Hillary Clinton, in einem traditionell republikanisch wählenden Staat.

Die Chancen, in spontanen Gesprächen, etwas mehr von der Haltung  zu erfahren, wäre wohl nicht gegeben gewesen. Auch wenn Salt Lake City mit Straßen, Eisenbahn und Luftverkehr gut vernetzt ist, ist eine gewisse Isolierung unverkennbar, da der Landstrich im Sommer einer Wüstenregion nicht unähnlich ist. Andererseits generieren die vielen National Parks und die nahen Wintersportgebiete starke Touristenströme und Winterurlauber, was eine größere Weltläufigkeit bewirken wird, jedenfalls für die Hauptstadt betreffend.

Sicherlich muss man nicht zweimal die Stadt besuchen, es sei denn, man möchte das kulturelle Angebot ausschöpfen oder Ski laufen. Anfang September war man dann zu früh vor Ort, denn die Wintersaison startet erst einige Wochen später.   

 

 

 

   


.    

 



 
go77


01 Einleitung

02 Geplant-Gemacht

03 Going West

04 Flach in Plains

05 Bilanz-I

06 Big Horn Mt

07 YellowStone

08 Bilanz-II

09 Idoha Falls

10 Salt Lake

11 Bilanz-III

12 Nevada

13 Bilanz-IV

14 Zion

15 North Rim

16 Utah

17 Bilanz-V

18 Going East

19 Schlussbilanz

 

 

 





 
Terms & Conditions
Home-Page