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Salt Lake an zwei halben
und 2 Ganzen Tagen.

Der Besuch einer Hauptstadt war nicht geplant. Die Kursänderung nach Süden legte die Utahs Metropole mit knapp 200‘000 Einwohnern fast zwingend in den Weg. In knapp vier Stunden konnte man Salt Lake City von Idoha Falls aus erreichen. Doch sprach das Brigham Welcome Center rund 50 km vor der Stadt die Empfehlung aus, dem „Antelope Island State Park“ auf der größten Insel im Großen Salzsee einen Besuch abzustatten.

 

Über einen fast 12 km langen Damm erreicht man leicht die ca. 10x5 km große Insel, überwiegend von Wasser umgeben. Die Insel mit Bisons, Pronghorn-Antilopen und Dickhornschafen muss man sich durch Wandern oder mit Mountainbike erschließen. Badende an dem einzigen strandähnlichen Küstenstreifen sah man kaum. Von einer Anhöhe in heißem Sonnenlicht konnte man diesen und dann viel Wasser sehen, sowie die darauf folgende Bergkette.

 

 

 

 Anfang September war für Salt Lake City nicht die richtige Zeit, im Winter ist Wintersport angesagt und ein breites kulturelles Angebot. Mehr als 2 ½ Tage braucht man nicht, um einen nachhaltigen Eindruck zu bekommen. Gut organisiert, sauber, gepflegt, steril und wohlhabend präsentierte sich die Stadt mit vielen bemerkenswerten Anlagen, wie Salt-Lake-Tempel,  Salt Palace Convention Center, Utah-Capitol, sowie das erst kürzlich fertiggestellte City Creek Center, ein architektonisch sehr gelungenes Innenstadtzentrum. Nur durch eine Straße vom  Tempel-Bezirk getrennt wurde es von den gleichen Trägern (Mormonen) für 1,5 Milliarde US$ in 10 Jahren gebaut.

 

 

 

Da war die vor einigen Jahren durchgeführte Sanierung des aus dem Stadtbild überragenden „Utah State Capitol“ ein Schnäppchen. Genau vor 100 Jahren wurde der Regierungssitz für Utah fertiggestellt. Damals kostete der Bau  $  2,7 Millionen Jetzt mussten 240 Millionen Dollar investieret werden, insbesondere auch um Erbeben besser widerstehen zu können. Während einer ausführlichen Besichtigung mit guten Erläuterungen wurde auf die Feier zum 100jährigen Anfang Oktober in vier Wochen hingewiesen. Man erfuhr auch sonst noch einiges. Die weitaus meiste Staatsfläche gehörte dem Bund (Federal State), als Utah 1896 ein voll berechtigtes Mitglied der U.S.A. wurde. Weil weitgehend hingenommen wurde, dass Washington große Gebiete zu Naturschutzparks erklären konnte, berichtete das Salt Lake Tribüne über derzeit erhebliche Spannungen, wegen Freigabe von Gebieten für den Kohleabbau. Auf der einen Seite sind Umweltvertreter und ortsansässige Stammesführer, auf der anderen Seite insbesondere Utah-Politiker aus dem Lager der Republikaner - die sich stark für eine industrielle Nutzung einsetzten. Seit dem Ergebnis der US-Präsidentenwahl am 8. November 2016 werden sie wahrscheinlich das bekommen, was ihnen Barak Obama verweigert hätte. In diesem Fall geht es um die „Bears Ears Region“ im Südosten von Utah, die rund 10x so groß ist wie die von Hamburg belegte Fläche. Diese Geschichte, wenn sie so richtig wiedergegeben ist, ist – wie ich später lernte in einem größeren Kontext zu sehen. Das Land gehört zu einem Drittel dem Federal Staat. Dies liegt ganz überwiegend im Westen der USA, also Nevada, Utah, Colorado etc. Die Gesetzeslage erlaubt es dem Präsidenten, Flächen zu Monumenten zu erklären und sie dadurch von der industriellen Nutzung auszuschließen. Dies war im Herbst 2016 mehrfach  geschehen oder geplant.

Siehe dazu die Analyse der NYT am 22. November 2015
„Battle lines are drawn over Trump’s land policy”
Hier in PDF

 

 

 

Nach zwei vollen Tagen zu Fuß oder mit effektiven Nahverkehrssystem konnte man sich die Stadt gut erschließen. Vom Motel6 ging man nur zwei Häuserblocks bis zur Straßenbahn, um in die Innenstadt zu gelangen. In einem riesigen Hotelkomplex gab es auch The New York Times, die trotz Suchen in der Innenstadt nicht gesichtet wurde. Bemerkenswerterweise gab es nirgendwo einen Hinweis auf die Winterolympiade 1992, weder in den Straßen, noch auf Postkarten oder im Capitol. Wegen noch hoher Tagestemperaturen hielten sich allerdings die Bewegungsentfernungen in Grenzen.  Die wenigen Restaurants-Möglichkeiten waren gut und gut gepreist.

  Nach zwei Nächten sollte auf dem Weg nach Ely/Nevada noch die berühmte Salzfläche am westlichen Ende des Great Lake angesteuert werden, der Salzfläche, wo die Weltrekorde gefahren werden: Bonneville Salt Flat, nur 15 km vor der Grenze zu Nevada. Dort war ein wenig besuchter Parkplatz, ein kleines Loch im See und ein Becken zum Füße waschen, weite weiße Flächen und ein Autostandplatz, um das Malzeug auszupacken und ein Bild einzufangen. 

 

Bild in groß -siehe am unten -

Auf flacher Straße ging es weiter bis Wendover/Utah ohne Casinos und Wendover/Nevada mit selbigen. Aber noch war der Tag gerade angebrochen, Geld knapp und nach dem zweiten Anlauf auch die Route „Alt 93“ nach Süden, die Mitte des „Großen Beckens“, nach Ely, noch 180 km entfernt, gefunden.


Weitere Fotos werden folgen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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01 Einleitung

02 Geplant-Gemacht

03 Going West

04 Flach in Plains

05 Bilanz-I

06 Big Horn Mt

07 YellowStone

08 Bilanz-II

09 Idoha Falls

10 Salt Lake

11 Bilanz-III

12 Nevada

13 Bilanz-IV

14 Zion

15 North Rim

16 Utah

17 Bilanz-V

18 Going East

19 Schlussbilanz

 

 

 





 
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